Horst Ackermann - Vita
Der Kameramann Kurt Hirschel, der an den
legendären XARIFA-Expeditionen von Hans
Hass 1953/54 und 1957/58 teilnahm, schrieb
in einem Vorwort zu einem Buch des Autors
Horst Ackermann nachstehenden Text,
hier im Auszug:
„Anlässlich eines Interviews zu unserer Zusammenarbeit mit Hans Hass lernte ich Horst Ackermann vor Jahren persönlich kennen. Anfänglich war ich erstaunt über sein Fachwissen in Bezug auf die Unterwasser-Foto- und Filmindustrie, was jedoch kein Wunder ist, wenn jemand von Kindesbeinen an etwas selbst praktiziert. Horst Ackermann filmte und fotografierte auf allen gängigen Formaten in seinem Leben und so ist es für ihn sicher nur ein logischer Schritt, sich der heutigen, modernen Unterwasser-Digitalaufzeichnung zu widmen.
Die Unterwasserkameratechnik
ist seit 2005 HDV.
Wer diesen Autor kennt, weiß, dass er nur über Dinge, Produkte und Erfahrungen berichtet, die er selbst – zum Teil auch leidvoll und enttäuschend – erarbeitet und erfahren hat. Seine Aussagen sind absolut zuverlässig und bis ins kleinste Detail überprüft. So habe ich ihn auch persönlich erfahren. Es gibt da nichts Unscharfes. Ja oder Nein. Er passt eigentlich gut in die neue digitale Welt. Nur sollte man ihn auf die „Rote Liste“ setzen, denn diese Art von Menschen ist leider vom Aussterben bedroht.“
Ackermann mit selbstkonstruierter Foto- und Film-Torpille.
Horst Ackermann wurde als zweites Kind 1937 in Berlin geboren.
Er entdeckte schon als 12-jähriger seine Leidenschaft für die Fotografie und die Filmarbeit. Nach dem er ein Buch von Hans Hass gelesen hatte, wollte er es diesem bekannten Abenteurer und Forscher gleich tun und zwar mit selbst gebastelten Unterwasser-Gehäusen für Foto- und Filmkameras seines Vaters. Dieser hatte für die Flausen seines Filius wenig Verständnis – zumal eine Kamera von ihm ein unfreiwilliges Sitzbad in einer „umfunktionierten“ Gummi-Wärmflasche nahm. „Der Junge lernt nach seinem Schulabschluss erst einmal etwas ordentliches und dann wird er Ingenieur“.
So war es damals.
Als 15-jähriger Schüler besuchte Horst Ackermann
Hans Hass und gab seinem großen Vorbild den
Denkanstoß für eine später weltbekannte UW-Kamera.
Horst Ackermann gehorchte, aber er verlor sein Ziel nicht aus den Augen. Schon zur Schulzeit schrieb er für einige Schülerzeitungen und war Mitglied des RIAS-Schulfunk- parlamentes. Nach erfolgreichem Studium zum Dipl. Ing. und einer zeitlich befristeten Karriere in der Industrie, lernte er beim Produzenten und Kameramann Max Rendez, der für den NDR in Hamburg arbeitete, nach dem Motto „learning by doing“ und gründete später eine eigene Produktionsfirma, die Video-, Nachrichten- und Filmproduktion - VNF.
Er heiratete, wurde Vater einer Tochter mit Namen Maud, und reiste in viele Ecken der Erde für Foto- und Filmdokumentationen.
Immer berichtete er zusätzlich bis zum heutigen Tage, in einschlägigen Magazinen über seine Erlebnisse und Erfahrungen mit Geräten, welche die Industrie mitunter zur Verfügung stellt. Als Buchautor machte er sich ebenfalls einen Namen.
Horst Ackermann ist Mitglied des Deutschen-Journalisten- Verbandes (DJV).
1958 auf dem Titelbild eines damaligen
Tauchsport-Magazins.
1978 erwarb er in Braunschweig und Frankfurt die deutsche und amerikanische Fluglizenz für Privatpiloten. Innerhalb dieser Berechtigung entstanden ebenfalls viele Dokumentationen.
1978 erhielt er die Fluglizenz für Privatpiloten.
1988 kaufte er in England die Motoryacht „Clearface“ und durchkreuzte mit seiner Ehefrau Edda – einer gelernten Fotolaborantin - als Assistentin und Model, Wochen oder Monate - je nach Themenlage - das Mittelmeer. Hier berichtete er nicht nur über die Unterwasserwelt, sondern auch speziell für Magazine des Wassersportes über Themen aus der Welt der Boote und Yachten.
1988 Kauf der englischen Motoryacht "Clearface".
Schon in seiner Jugend hatte Horst Ackermann persönlichen Kontakt mit Hans Hass. Er gab – so unwahrscheinlich wie es klingt – in den 50ziger Jahren als junger Dachs seinem großen Vorbild den Denkanstoß zur Konstruktion eines Unterwassergehäuses für die zweiäugige Spiegelreflex- Kamera Rolleiflex. Ein Jahr später eroberte die „ROLLEImarin- Hans Hass“ die Herzen ambitionierter Unterwasser-Fotografen auf der ganzen Welt.
Diese Verbindung zu Hans Hass besteht bis zum heutigen Tage und so war es kein Wunder, dass Hans Hass Horst Ackermann sein gesamtes filmisches Lebenswerk zur digitalen Archivierung anvertraute und ihn zum „Filmbeauftragten des Hans-Hass-Institutes“ durch den Leiter Michael Jung ernannte.
Gemeinsamer Auftritt mit Hans Hass
in Düsseldorf.
Horst Ackermann drehte im Laufe der Jahre viele Dokumentarfilme für diverse TV-Produktionen wie z.B. „In jeder Nacht“, „RTW 230“, „Freundschaften in Hurghada“ und „The art of Victory“.
Seit 1992 produziert er seine Filmbeiträge nur noch digital und seit 2005 im hochauflösenden 16:9 HDV-Format.
1992 verabschiedete sich Horst Ackermann
vom klassischen Filmmaterial und arbeitete
nur noch digital.
Im Jahr 1991 verlegte er – nach dem Verkauf seines Hauses - mit seiner Frau Edda den Wohn- und Arbeitssitz von Berlin an die Ostsee, Region Ostholstein. „Um dem Meer ständig etwas näher zu sein“ ist seine Erklärung dazu.
LETZTE AKTUALISIERUNG 10/2009
